Gemeinsam mehr erreichen für unser Sachsenheim


In den letzten Wochen habe ich viele Gespräche geführt mit Menschen, die sich am Sachsenheimer Stadtleben beteiligen, in Vereinen, Parteien, Kirchen, Schulen, als Gewerbetreibende, in Verkehrsinitiativen oder auf andere Weise. Für diesen Austausch und die wichtigen Informationen möchte ich mich herzlich bedanken!

Kommunikation und Bürgerbeteiligung
Ich bin überzeugt, dass wir bei allen Herausforderungen nur gemeinsam weiterkommen. Wir brauchen Konzepte, die den Sachverstand vor Ort nutzen und die betroffenen Interessen sorgfältig abwägen. Deshalb möchte ich mit Ihnen bei der Bürgerbeteiligung neue Wege gehen, mit möglichst frühen und vollständigen Informationen zu Entwicklungen und Planungen und einem offenen Dialog. Hierzu würde ich auch die Einführung innovativer Kommunikationskanäle prüfen, z.B. einer „Verwaltungs-App“.

Stadtentwicklung
Bei meinen Gesprächen haben sich viele an das Leitbildprojekt „Sechs Richtige – Perspektive Stadt Sachsenheim 2020“ in den Jahren 2009 und 2010 und an die starke Beteiligung daran erinnert. Ich spüre das Bedürfnis, darauf aufbauend erneut gemeinsam über die Entwicklung Sachsenheimes nachzudenken, sagen wir bis 2035 – ein Zeitraum, den ich als Bürgermeister gerne mitgestalten möchte.

Vereine – Ehrenamt
In Sachsenheim engagieren sich viele Menschen für andere – in Vereinen, bei der Feuerwehr oder an anderer Stelle. Ohne sie wäre vieles nicht möglich. Die Vereine sind für mich die soziale Herzkammer der Stadt. Durch ihre Unterstützung kann die Verwaltung mit verhältnismäßig wenig viel bewirken. Ich würde mir als Bürgermeister genau anschauen, was man hier verbessern könnte. Vereinsförderung wäre für mich „Chefsache“!

Bauen, Wohnen, Infrastruktur
Wir haben es in der Hand, ob, wo und wie Sachsenheim weiter wächst. Wir sollten gemeinsam überlegen, wie wir bei der Wohnbebauung und der Planung von Gewerbeflächen die bestehende Infrastruktur (z.B. Verkehrswege, ÖPNV, Radwegenetz, Kinderbetreuung und Schulen) nutzen können, wo und wie wir sie – unter Schonung unserer Ressourcen und der Natur – erweitern müssen. Beim Bauen kann man einiges falsch machen – aber auch vieles richtig! Auch hier würde ich eine aktive Bürgerbeteiligung anstreben.

Wirtschaft
Die Wirtschaft in Sachsenheim wächst, vor allem durch den Gewerbepark Eichwald. Sachsenheim braucht ein aktives Flächenmanagement, um zu wissen, wo welche Gewerbeflächen freiwerden, gepaart mit einer aktiven Standortpolitik, um diese auch an die für Sachsenheim „richtigen“ Unternehmen zu vergeben. Priorität sollten dabei einheimische Betriebe haben. Klare Kriterien sollten auch sein: die Höhe der zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen, der Flächen- und Naturverbrauch und die Verkehrsbelastung. Wir benötigen eine leistungsstarke digitale Infrastruktur. Hier muss Sachsenheim, wenn der viel beklagte Investitionsstau aufgelöst wird, in der ersten Startreihe stehen! Mein Augenmerk läge dabei auf den verfügbaren Unterstützungs- und Förderinstrumenten für Kommunen und Unternehmen.

Tourismus
Meine Gespräche zeigen mir, dass das Kirbachtal noch großes Potenzial für den Tourismus bietet. Hier ist vieles noch Stückwerk. Mein Ziel wäre ein konsistentes Tourismus-Konzept, das die Möglichkeiten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg und bestehende Förderinstrumente nutzt. Daran beteiligen würde ich die Nachbarkommunen und – Kreise, die Wengerter, Landwirte und die Bewirtungs- und Beherbergungsbetriebe.

Sechs Stadtteile – eine Stadt!
Ich wünsche mir, dass die sechs Stadtteile besser zusammenwachsen. Wir brauchen mehr Austausch zwischen den Stadtteilen, etwa auf Ebene der Schulen, damit sie sich mehr als Teil eines Ganzen sehen. Dies muss und soll nicht zu Lasten ihrer Identität gehen. Hier spielen die Vereine eine wesentliche Rolle. Die Ortschaftsräte sind ein wichtiges Instrument und sollten wirkungsvoller genutzt werden!

Innenstadt
Die Großsachsenheimer Innenstadt muss attraktiver werden, mit mehr Möglichkeiten zum Einkaufen, Ausgehen oder einfach zum Verweilen. Anwohner, Eigentümer, Einzelhändler, potenzielle Investoren und andere Beteiligte sollten in einen Austausch darüber gebracht werden, wie die Innenstadt in Zukunft aussehen könnte – Stichwort Bürgerbeteiligung.

Betreuung, Bildung, Schulen
Sachsenheim verfügt über gute Betreuungseinrichtungen für Kinder und bietet alle Schularten an – ein Pfund, mit dem man wuchern kann! Damit es so bleibt, müssen nicht nur die räumlichen Kapazitäten mitwachsen, sondern muss die Stadt auch ein attraktiver Arbeitgeber für Erzieherinnen und Erzieher sein.

Ältere Menschen, Pflege, Barrierefreiheit
Die Aufgaben bei der Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen und älteren Menschen werden aufgrund der demografischen Entwicklung größer und vielfältiger. Bei diesen Themen bin ich im Ministerium für Soziales und Integration nah dran. Dies hilft mir, auch hier Sachsenheim in die erste Reihe zu bringen. Handlungsbedarf sehe ich auch bei der Barrierefreiheit.

Gemeinsam sollten wir überlegen, was wir noch alles für einen hohen Freizeitwert, z.B. mit vielfältigen, auch kulturellen Angeboten für Jugendliche und Senioren in Sachsenheim tun können.

Der Schutz unserer wertvollen Naturräume und Ressourcen wäre für mich ein Querschnittsziel bei allen städtischen Aufgaben und Maßnahmen. Als Bürgermeister möchte ich erreichen, dass sich die Stadt auf definierte Nachhaltigkeitsziele verpflichtet.
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